PalChang Kampfsportschule

 

Taekwondo - Bedeutung


Der Grundgedanke des Taekwondo liegt in der waffenlosen Selbstverteidigung, die unabhängig von Alter und Geschlecht erlernt werden kann. Auch wenn heutzutage Taekwondo immer noch mit Karate oder ähnlichen bekannten Kampfkünsten verwechselt wird, unterscheidet es sich wesentlich von ihnen, nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen präzisen, schnellen und spektakulären Tritttechniken, welche beim Taekwondo im Vordergrund stehen. Außer Fußtechniken werden auch Hand- und Armtechniken, vorzugsweise zur Abwehr und zum Gegenangriff verwendet.

Taekwondo ist viel mehr als nur reine Kampfkunst. Hier verbindet sich dieasiatische Lebensphilosophie mit dem Ziel, Körper und Geist (Do) in Einklang zu bringen.Neben der Verbesserung konditioneller, motorischer und koordinativer Fähigkeiten steht vor allem die Ausprägung und das Verständnis von Werten, die in der heutigen Gesellschaft unabkömmlich sind. Allen voran Höflichkeit, Disziplin, Selbstbeherrschung und Respekt gegenüber Mitmenschen.

Somit wird Taekwondo nicht nur zu einer körperlichen Ertüchtigung, sondern auch zur intensiven Charakter-schulung.Der Aspekt der mentalen Entwicklung während der Ausbildung unterscheidet den wahren Taekwondo Kämpfer vom Sensationshungrigen, der sich damit begnügt, die rein kämpferischen Aspekte dieser Kunst zu beherrschen. Dadurch ergibt sich je nach Reife und physischem, sowie geistigem Training des Ausübenden die Fähigkeit, sämtliche Reserven des eigenen Körpers auszuschöpfen und kontrolliert einzusetzen.

 



Taekwondo - Geschichte

Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst, die sich über einen Zeitraum von mehr als 2000 Jahren entwickelt hat. "Beweise" für die Ausübung von "Taekyon" (die älteste Form des Taekwondo) fundieren auf Wandmalereien, die unbewaf-fnete Kämpfer bei der Anwendung von Kampf-techniken zeigen, wie sie heute im Taekwondo noch üblich sind.
Diese Wandmalereien stammen aus der Zeit der koreanischen Koguryo-Dynastie, welche ca. 50 v. Chr. ihre Blütezeit erlebte. Am 6. Februar 1973 wurde das Welt- Taekwondo Hauptquartier KUKKIWON in der südkorea-nischen Hauptstadt Seoul eröffnet und ist seitdem die oberste Institution des Taekwondo.
Es verwaltet den offiziellen Taekwondo Verband „The World Taekwondo Federation“, der am 28. Mai 1973 gegründet wurde. Das KUKKIWON (kor. „Nationalsporthalle“) ist weltweit die einzige Einrichtung, die alle WTF Schwarzgurtträger (Dan- Träger) archiviert und die dazugehörigen Urkunden ausstellt.Im gleichen Jahr fanden die ersten Weltmeister-schaften im Taekwondo statt, veranstaltet durch das KUKKIWON und den globalen Taekwondo-Verband WTF.
In Deutschland wurde die traditionelle Form des Taekwondo offiziell 1965 eingeführt und hat sehr viele Anhänger gefunden.Seit den Olympischen Spielen 2000 in Sydney ist Taekwondo sowohl im Damen- als auch im Herrenbereich als offizielle olympische Disziplin vertreten.










Taekwondo - Facetten und Disziplinen

Taekwondo ist weder eine reine Kampfkunst, noch ist es ein reiner Kampfsport. Taekwondo beinhaltet beides. Allerdings liegt der Fokus im Bereich der Kampfkunst, denn dieser ist essenziell, um in die Welt des Kampfsports einzutauchen und diesen korrekt auszuüben. Taekwondo ist mittlerweile die meist verbreitete Kampfkunst weltweit, vor allem aufgrund unterschiedlicher Schwierig-keitsgrade der Techniken und dem Abwechslungsreichtum an Disziplinen:

Grundschule (Kibon Dongtschak) Erlernt werden die Grundbewegungen, wie Tritt-, Schlag- und Abwehrtechniken, die wiederholt ohne Widerstände trainiert werden, um einen hohen Grad der Genauigkeit und Sauberkeit zu erreichen.
Bewegungsform (Poomsae)
Die Poomsae lässt sich vereinfacht als eine Art Choreografie beschreiben. Sie besteht aus Hand- und Fußtechniken, die in einer vorgegebenen Reihenfolge korrekt ausgeführt werden müssen. Ziel der jeweiligen Bewegungsformen ist die Perfektionierung erlernter Techniken und der richtige Rhythmus, die Atmungskontrolle, sowie die Präzision und die Schnelligkeit der einzelnen Bewegungen.
Einschritt- Partnerkampf (Hanbon Kyorugi)
Die Einschritt-kämpfe- auch abgesprochene Partnerkämpfe genannt, beinhalten ähnlich wie in der Poomsae, einen vorgegebenen Ablauf von Techniken, die zur Abwehr, aber auch zum Angriff oder Gegenangriff verwendet werden. Dadurch, dass man diese mit einem Partner trainiert, werden Timing, der richtige Abstand und die Selbstbeherrschung, um sein Gegenüber nicht zu verletzen, ausgebildet.
Bruchtest (Kyok Pa)
Hier werden mit Hilfe von Taekwondo- Techniken Bretter, Ziegel und andere Materialen zerschlagen oder zertreten. Der Bruchtest ist ein ideales Mittel um festzustellen, ob die Techniken sauber und mit der nötigen Geschwindigkeit und Genauigkeit ausgeführt werden. Nicht zu vernachlässigen ist der Mut, den insbesondere Minderjährige aufbringen müssen, um sich dieser Disziplin zu stellen und sie zu meistern.
Freikampf/Wettkampf (Kyorugi)
Dies ist der kampfsportspezifische Teil des Taekwondo. Gekämpft wird im Semi- oder Vollkontaktmodus. Im Semikontakt ist das Tragen der Schutzausrüstung optional, da er sich in erster Linie mit taktischen Aspekten, der Entwicklung von Automatismen, der Steigerung von Kondition und Schnelligkeit, sowie der Verbesserung der Reflexe beschäftigt. Der Vollkontakt darf nur mit vollständiger Wettkampfausrüstung ausgeübt werden und erfordert ein hohes Maß an Disziplin und Respekt. Darüber hinaus muss der Kämpfer das strenge Regelwerk und die Richtlinien nach den Standards der World Taekwondo Federation beherrschen. Im Taekwondo- Wettkampf beschränkt man sich fast ausschließlich auf Tritte, mit denen man Punkte im Oberkörperbereich (Rücken ausgenommen) und am gesamten Kopfbereich erzielen kann. Erfolgreiche Kämpfer besitzen ein extrem hohes Maß an Reaktionsgeschwindigkeit, Dynamik, Präzision und Anpassungsfähigkeit zum jeweiligen Gegner (Bewegungsmuster und Schwächen des Gegners „lesen“ und ausnutzen). Seit den Sommerspielen 2000 in Sydney ist Taekwondo eine olympische Disziplin und erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit.
Selbstverteidigung (Hosinsul)
Ein im Taekwondo häufig vernachlässigter Bereich, der insbesondere in der gegenwärtigen Gesellschaft nicht zu kurz kommen sollte. Hier handelt es sich um die Verteidigung gegen unterschiedliche Angriffsarten, wie beispielsweise Schläge, Tritte, Messerattacken, Stockangriffe etc. Im Bereich der Selbstverteidigung werden nicht ausnahmslos Techniken aus dem Taekwondo, wie man sie in der Grundschule oder im Freikampf erlernt, verwendet.Hebel, Haltegriffe, vereinzelt auch Würfe gehören in diesem Bereich ebenfalls zum Repertoire eines gut ausgebildeten Taekwondo- Schülers. Gymnastik (Chejo) Ein fundamentaler Bestandteil des Trainings im Taekwondo ist die Gymnastik. Neben dem gesundheitsfördernden Effekt und der Prävention gegen Verletzungen, wie muskulären Zerrungen und Rissen, dient die Dehnung der Erhöhung des Bewegungsradius, um Tritte höher und zielgerichteter ausführen zu können.